Ich fahre viel Bahn in letzter Zeit. Aktuell sitze ich wieder im ICE und rausche mit 300 Sachen durch das Frankfurter Umland. R(h)ein landschaftlich betrachtet müsste man eigentlich den IC nehmen und schön am Wasser entlang fahren. Aber für die Stunde Zeitgewinn nimmt man dann doch irgendwie in Kauf konsequent zwischen Lärmschutzwällen und Autobahn durch zu hämmern.
Neu ist (zumindest für mich), dass man nun auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen München und Köln auch bei 300 Sachen entspannt das Onboard-WLAN nutzen kann. Ok – nutzen konnte man es auch schon vorher. Aber von “funktionieren” konnte vorher nicht die Rede sein. Das klappt mittlerweile gut – Hut ab! Ein entsprechender T-Mobile Datentarif ist natürlich vorausgesetzt. Die “by Klick” Tarife für den nicht T-Mobile Kunden sind völlig indiskutabel – man könnte auch frech sagen. UMTS/EDGE läuft auf der Strecke zwar auch ganz gut, aber bei langen Tunneln raucht die SSH Session immer ab – das nervt!
Was mir hingegen letztens in Heidelberg am Bahnhof aufgefallen ist, muss man nicht zwingend toll finden. Dort bittet die freundlich abgehackte Computerstimme nun bei Verspätung nicht mehr “um Verständnis” oder gar “um Entschuldigung”. Nein. Dort heisst es nun
“Der IC von Grunzenhausen nach Bananenheim wird vorraussichtlich drei Stunden später eintreffen – Wir bitten um Geduld“.
Ob da schon Vorwehen der Privatisierung sind?