iKapitalismus…

Posted on Saturday 27 January 2007

…at its best!

In etwa so könnte die Überschrift zu einem aktuellen Artikel der Süddeutschen lauten. Statt dessen entschied man sich jedoch für “Die Apple-Lüge“.

Autor Kortmann setzt sich in diesem Artikel mehr mehr als wenig kritisch mit dem Phänomen Apple Computer Inc. auseinander. Nichts desto trotz ein durchaus lesenswerter Artikel.

Doch die Kraft des Markenimages macht die Mehrheit der Konsumenten für solche Argumente unzugänglich. Der Markenfetischismus, der in den 1980er-Jahren in der Subkultur der Popper erblühte, ist heute ein Massenphänomen: Wir sind im Zeitalter des iKapitalismus angekommen.

Dieser ist eine gegenaufklärerische Bewegung, denn die Wahnvorstellung, Apple-Produkte seien etwas Besonderes, hat sich in den Köpfen fest gesetzt: Das haben die Marketingabteilungen und ihre journalistischen Helfer – hier passt der Schüttelreim – wirklich gefickt eingeschädelt. Es geht keinesfalls darum, Apple-Produkte abzuwerten, sondern um die Klarstellung, dass es nur Elektrogeräte sind – wie die aller anderen Hersteller.

Eines direkt vorweg: Auch ich kann/will mich selbstverständlich nicht davon freisprechen, dass ich mich oft von eben jenem Phänomen habe angestecken lassen. Aber spätestens die Umbenennung des Konzerns zeigt zu deutlich an, wohin die Reise geht – Apple scheint sich immer weiter von der g33k-Euphorie zu entfernen! An der Stelle ärgert es, dass man mit iKapitalismus einen solche Erflg hatte/hat.

Die traurige Krönung ist in meinen Augen das (auch erst von mir) begeistert beäugte iPhone. Aber im Ernst: Ein Handy aus dem 21. Jahrhundert ohne UMTS? Mir ist klar, dass Apple nicht nur den europäischen Raum beliefert, aber dennoch halte ich das für enen groben Designfehler! Schade drum – bleibt es wohl bei einem Handy, das telefonieren kann! Da können weder Touchscreen noch abgerundete Ecken etwas dran ändern.

ring ring ;)


  1.  
    January 27, 2007 | 15:49
     

    “Apple-Produkte seien etwas Besonderes”

    sind sie ja auch, woher also die diskussion? ohje der schöngeist scheint den menschen ausgetrieben zu sein.. :)

  2.  
    January 27, 2007 | 16:11
     

    Du sagst es – Schöngeist! Früher, als Apple noch dein “Hacker-Konzern” war, war man davon weit entfernt. Heute “schwelgt man in die Welt der Künste und verliert den Sinn für die Realität”. Design und Vermarktung ist weit über Innovation gestellt und vor wirklich technisches KnowHow gerückt – darum geht es! Damit erreicht man die Masse und keine Frage: Keiner von uns würde es anders machen. Schade ist es trotzdem…

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